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Ich mag die Ruhe hier zwischen all den Bäumen,
als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.



Du wurdest gerettet.
Du hast in einem Busch gesessen als du noch ein Baby warst, verlassen von der Mutter.
Du wurdest ins Tierheim nach Freital gebracht. Warum hat man dich nicht einfach behalten?
Du warst schwarz/grau und hattest orange-gelbe große Augen. Du hattest immer ein weißes Barthaar, alle anderen waren schwarz.

Im Jahre 2000 - als mein Meerschwein starb - gingen wir ins Tierheim.
Wir haben lange überlegt, ob es eine Katze werden soll.
Uns wurde gesagt, wir sollen dich gleich mitnehmen, denn dich zu 'reservieren' war verboten. Zum Glück.
Sie brachte dich auf ihrem Arm zu uns. Oben bellten die Hunde. Du kanntest sie wohl, denn deine Art war wie der ihren.

Du schautest uns an, ganz verschreckt.
Du wurdest bezahlt. Nicht viel - 10 € + Futter.
Du kamst mit uns nach hause. Im Auto hast du gemauzt. Sowas kanntest du nicht, Auto fahren. Fremde Menschen nahmen dich mit.
Du warst so ängstlich.

Zu hause hast du dich versteckt, hattest sogar Angst vor dem Fernsehr, den verschieden Lauten überall.
Du hast wieder gemauzt, fast ununterbrochen. Hast du deine Mama gerufen? Wir waren jetzt eine Familie.
Du hast mir gehört.
Du wurdest größer und größer. Hast einige Stürze überlebt, weil du einfach zu neugierig warst. Egal, welches Fenster offen war.
Du wurdest anfangs mit der Leine herumgeführt. Das mochtest du gar nicht!
Du warst eine kleine Zicke, von Anfang an.
Du mochtest keine anderen Katzen.
Du hast dein Revier verteidigt.

Ich soll dich grüßen von den andern:
sie denken alle noch ganz oft an dich.

Nach einigen Jahren haben wir bemerkt, dass du immer wieder gegen Gegenstände gelaufen bist.
Du warst fast blind, aber das war nie ein Hinderniss.
Du wolltest trotzdem noch früh um 4 Uhr raus. Mit allen Mitteln hast du es versucht, uns zu wecken. Du hast an den Türen gekratzt, gemauzt und sogar Zeug vom Nachtisch herunter geworfen. Egal, welches Wetter.
Du warst eine Kämpferin. Manchmal hat man dich sogar draußen gehört. Ihr habt euch gestritten. Einige Spuren vom Kampf konnte man am nächsten Tag an dir sehen.

Du lagst zu Weihnachten an deinem Geschenk, so als wüsstest du, dass es genau dir gehört.
Du mochtest es nicht, wenn man dich hochnahm oder dich lange streichelt.
Du lagst immer auf deinem Lieblingsplatz - Auf der grünen Decke auf dem Sofa in der Stube. In den unmöglichsten Stellungen hast du geschlafen. 

Als meine 2-jährige Ausbildung begann, sah ich dich immer seltener. Ich wohnte bei Oma und Opa.
Mein Gedanke war immer da.
'Was ist, wenn sie nie wieder nach hause kommt & ich könnte mich nicht verabschieden?'

Und so red ich mit dir wie immer
und ich verspreche dir,
wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit.

Am 26.06.2008 wurdest du um 3 Uhr früh rausgelassen, wie immer - Deine Zeit. Ich habe an diesem Tag bei meinem Freund geschlafen und als ich Nachmittags Heim kam, warst du noch immer nicht zurück.
Wir haben gewartet.
Nichts.
Die Stunden vergingen und ich begann dich zu suchen.
Nichts.
Ich schrieb Flyer und hängte sie an Bäume in der Gegend.
Nichts.
Meine Ausbildung war zu dieser Zeit beendet.

Heute, bald ein Jahr später, kann ich meine Trauer noch immer nicht verbergen. Ich hasse es, nicht zu wissen, was mit dir passiert ist. Niemand hat etwas gesehen oder gehört.

Ich kann nur hoffen, dass du eine neue Familie gefunden hast, denn ich glaubte, dich mal bei einem Spaziergang in der Dunkelheit gesehen zu haben. In der Ferne. Der gleiche Gang, die Statur & der geknickte Schwanz - ein Resultat deiner Neugier.

 

Das Einzige was mir bleibt,
sind Bilder &
eine Narbe auf meinem Unterarm von dir.
Winnie, wir vermissen dich! ='( 

 

R.I.P. ♥

  Dann werden wir uns wiedersehen,
du kannst dich ja kümmern, wenn du willst,
dass die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint -
dass die Sonne scheint, dass sie wieder scheint.

 

 

 

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